
Der Begriff Schwimmbad-Blackout lässt sich dadurch erklären, dass viele Taucher im Freizeitbad vor einem
Tauchversuch hyperventilieren (z.B. Kindern aus Angst oder zur Vorbereitung des Tauchversuchs)
und dadurch wegen mangelndem Atemreiz nicht rechtzeitig auftauchen. Der Taucher wird plötzlich unter Wasser
bewusstlos und ist somit auch der Gefahr der Aspiration (einatmen von Wasser) ausgesetzt.
Dies ist die häufigste Todesursache für No-Limits-Freitaucher. Hiermit bezeichnet man Taucher, die versuchen
mit einem Atemzug so tief wie möglich zu tauchen. Der Begriff "No-Limits" bedeutet, dass alle technischen
Hilfsmittel ausser Atemgeräten erlaubt sind.
No-Limits-Freitaucher können beim Auftauchen in einer Höhe von drei bis zehn Metern unter Wasser
plötzlich das Bewusstsein verlieren. Der Grund dafür ist, dass bei Tauchgängen die Luft in der Lunge zusammengepresst
wird (bei Tiefen von mehr als hundert Metern hat die Lunge die Grösse einer Orange), wenn der Freitaucher
wieder auftaucht, dehnt sich die Luft in der Lunge wieder auf ihr ursprüngliches Volumen aus. Durch den
erhöhten Druck wird in der Tiefe mehr Luft im Blut gelöst und der absolute Sauerstoffgehalt steigt.
Wenn beim Auftauchen dieser meergelösten Sauerstoff wieder frei wird, kann es durch den während diesem zu einem
Sauerstoffverbrauch dazu kommen welcher dafür sorgt, dass der kritische Partialdruck unterschritten wird und
Bewusstlosigkeit eintritt.
