
Alkalität
Beim Erwärmen des Wassers wird Kohlenstoffdioxid abgegeben, wobei der pH-Wert des Wassers steigt.
Durch Wasseraufbereitung, Aktivsauerstoff-Verbindungen, Calciumhypochlorit, Chlorbleichlauge oder
Chlorwasser kann der pH-Wert verändert werden. Bei weichem Wasser treten häufiger und stärker pH-Wert- Änderungen
auf als bei härterem Wasser.
Beckeneinströmung
Aufgabe der Beckeneinströmung ist es, dass Desinfektionsmittel, im Schwimmbad meist Chlor, möglichst schnell
und gleichmässig an jede Stelle im Becken zu bringen und die Schmutzstoffe möglichst schnell aus dem Becken zu
entfernen. Nach heutiger Normung muss das komplette eingeströmte Wasser über die Überlaufrinne fliessen um eine
optimale Oberflächenreinigung zu erreichen, einzige Ausnahme ist die Durchströmung unter Hubböden.
Man unterscheidet:
Bei der Vertikaldurchströmung wird das Reinwasser über sogenannte Einströmtöpfe am Boden des Beckens eingeströmt.
Die Einströmtöpfe müssen so ausgebildet sein, dass das Wasser verteilt eingeströmt wird und nicht in einem
Strahl zur Wasseroberfläche schiesst. In der Sicherheitsbestimmung wird eine maximale Beckenfläche von 6 m2
pro Einströmtopf empfohlen, d. h. für ein Becken mit 100 m2 Wasserfläche müssten etwa 17 Einströmungen
vorgesehen werden. Es ist darauf zu achten, dass die Wasserverteilung zu den einzelnen Einströmungen gleichmässig
(Hirschgeweih) ist.
Der Abstand zwischen zwei Einströmrinnen sollte nicht mehr als 4,5 m betragen.
Bei der Strahlenturbulenz wird das Reinwasser durch Einströmdüsen in den Beckenwänden eingeströmt. Die Düsen
sind etwa 30 cm über dem Beckenboden versetzt gegenüberliegend angebracht. Bei tiefen Becken, wie etwa Sprungbecken
oder Becken mit Hubboden werden die Einströmdüsen auf zwei Ebenen angebracht. Die Anzahl der Einströmdüsen hängt von der Beckenbreite ab, der Düsendurchmesser vom Volumenstrom. Für die Einströmung muss genügend Druck an der Düse zur Verfügung stehen.
Die Längsdurchströmung ist eine nicht mehr gebräuchliche Art der Durchströmung, wo auf einer Beckenseite das
Wasser eingeströmt wird und auf der gegenüberliegenden Seite ein Teil des Wassers wieder abgesaugt wird. Nur ein
Teil, häufig 50 %, des eingeströmten Wassers werden über die Überlaufrinne abgeführt.
